Grand Théâtre Calais:
Theater in neuem Glanz

Poesie, Komödie, Tanz und Musik – vier Statuen symbolisieren das vielfältige künstlerische Programm im Theater der Hafenstadt Calais. Unterdessen ist das zwischen 1903 und 1905 errichtete Gebäude in die Jahre gekommen – sein Äusseres erstrahlt inzwischen jedoch wieder.

Mit der Vereinigung der Städte Calais und Saint-Pierre bekam 1885 die Idee Aufwind, der „neuen“ Stadt auch ein neues kommunales Theater zu errichten. Als Architekt wurde schliesslich Gustave Malgras-Delmas bestimmt, der das Haus im Stil der Beaux-Arts-Architektur errichtete. Das prunkvolle, freistehende Gebäude mit seinen barock übersteigerten Proportionen und Details prägte fortan das Stadtbild. An seiner Grundsteinlegung nahm 1903 auch der damalige französische Staatspräsident Emile Loubet teil. Bei der Eröffnung 1905 bot das Theater 1390 Plätze verteilt auf vier Galerien. Die Bühnentechnik war eine aufwendige Maschinerie aus Stahl, eine der ersten ihrer Art in ganz Frankreich.
Zuletzt war eine Renovierung des über 110-jährigen Bauwerks unumgänglich. Ein erster wichtiger Schritt unter vielen Arbeiten war die Säuberung der Fassade inklusive Erneuerung der Fenster. Zur Rekonstruktion der historischen Verglasung wählten die Architekten das Stahlprofilsystem Janisol Arte. Mit den filigranen, thermisch getrennten Profilen konnten sowohl das Erscheinungsbild der Fassade bewahrt, als auch alle heute geforderten Standards bezüglich Wärme- und Schalldämmung erfüllt werden. Hier kommt den Jansen-Profilen bei der Sanierung und der Erhaltung der alten Bausubstanz aufgrund ihrer spezifischen Stärken in puncto Materialeigenschaften und Designmöglichkeiten eine zentrale Rolle zu.
Bildquellen: Société Vilet, Calais; Getty Images
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